Am linken Auge blind?

Zwei Ereignisse in weniger als 48 Stunden stellen auf eindrucksvolle Weise den tendenziösen Umgang der linken Politikreichshälfte sowie der ihr angeschlossenen Medien und Gutmenschen mit den Themen Gewalt und Extremismus unter Beweis.

Da wäre zum einen Griechenland. Schon am Tag nach dem Wahlerfolg der linksradikalen Syriza muss wohl auch den acht österreichischen Nationalratsabgeordneten der SPÖ und der Grünen, die in Webespots aktiv Syriza unterstützten und damit offen gegen ihre griechischen Schwesterparteien agierten, das Wort im Mund stecken geblieben sein. Denn in Ermangelung einer absoluten Mehrheit ging Syriza eine Koalition mit der fortan in Medien als „rechtspopulistisch“ eingestuften Minipartei „Unabhängige Griechen“ ein. In Anbetracht der Tatsache, dass diese Partei offen gegen Zuwanderung, eine multikulturelle Gesellschaft sowie Überfremdung eintritt und ihr Parteiführer mit Aussagen wie „Juden zahlen in Griechenland keine Steuern“ regelmäßig für Aufmerksamkeit sorgt, würde eher das Attribut „rechtsradikal“ passen. Man stelle sich nur vor, HC Strache würde solche Aussagen tätigen …

Dies wird aber tunlichst vermieden. Denn sonst wäre ja die Konsequenz, EU-weit Sanktionen und Donnerstagsdemonstrationen gegen Griechenland (und damit gegen Gesinnungsgenossen) nach dem Beispiel der seinerzeitigen Regierungsbeteiligung der FPÖ organisieren zu müssen. Was nicht sein darf, kann eben nicht sein und was gut oder schlecht ist, entscheiden die Medien. Und so freut sich selbst Bundeskanzler Faymann via Facebook, dass er nun mit Alexis Tsipras einen Mitstreiter gegen Armut und Arbeitslosigkeit in Europa gefunden hat.

Damit aber nicht genug. Just am 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz treten die Organisatoren Lars Fischer und Mirko Neuss von der Plattform „NOWKR“ vor die Medien und erklären sinnigerweise unter dem Demonstrationsmotto gegen den Akademikerball der FPÖ „Für ein Ende der Gewalt“ wie folgt: „Lassen Sie sich das gesagt sein, wir werden sie nicht mit Samthandschuhen anfassen.“ Bis auf ein paar kleine Meldungen in Nebensätzen blieb es auffällig ruhig im Blätterwald. Nicht auszudenken, welch hysterischer medialer Aufschrei die Folge wäre, würden solche Worte von den Verantwortlichen der Pegida-Demonstrationen kommen …

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