Schulbeginn – einmal anders

Zwar dauert es bis Weihnachten noch einige Monate, trotzdem erlaube ich mir, drei Wünsche am Beginn eines neuen Schuljahres zu artikulieren und hoffe, dass diese eben kein „frommer Wunsch ans Christkind“ bleiben.

Von Lehrern erwarten wir viel: Fachwissen, soziale Kompetenz, individuelle Förderung, methodisch-didaktische Vielfalt und vieles mehr. Was aber Lehrer Tag für Tag wirklich leisten, ist kaum bekannt. Im Gegenteil: Immer wieder sind Lehrer pauschaler, oft auch geradezu beleidigender Kritik ausgesetzt. Mehr Wertschätzung würde nicht nur den Lehrern gut tun, sondern auch wieder mehr junge Menschen motivieren, Lehrer zu werden.

Immer dann, wenn die Gesellschaft oder die Politik mit einem Problem nicht zurechtkommt, wird es an die Schulen delegiert. Und diese werden dann damit allein gelassen. Österreich hinkt, was schulisches Supportpersonal (Psychologen, Sozialarbeiter, etc.) und Infrastruktur betrifft, international hinterher. Mehr Unterstützung für Lehrer ist dringend notwendig, wenn sie immer mehr erzieherische Aufgaben von der Gesellschaft übertragen bekommen.

Wir überantworten den Schulen jedes Jahr aufs Neue unser höchstes Gut, unsere Kinder. Doch bei der Beurteilung der Schulen verlassen wir uns lieber auf das meist vernichtende Urteil selbst ernannter Bildungsexperten, die einzig die Verkaufszahlen ihrer Bücher im Blick haben. Mehr Vertrauen in die Expertise unserer Lehrer und vor allem auch mehr Kooperation zwischen Elternhaus und Schule würde nicht nur den Kindern zugutekommen, sondern uns auch in der Bildungspolitik einen großen Schritt vorwärts bringen.

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