Politiker-Bashing?

Die medialen Auftritte unserer neuen Bundesregierung waren in den letzten Tagen eher von Frust, Grant und Enttäuschung denn von Zuversicht geprägt. Da bemüht man sich in gewiss nicht einfachen und langen Verhandlungen, einigt sich auf den kleinsten aller gemeinsamen Nenner und bekommt hinterher sogar von den eigenen Parteifreunden den Bruch von Wahlversprechen um die Ohren geworfen. Schnell ist der Schuldige gefunden. Die „veröffentlichte Meinung“ sei Politiker-Bashing der übelsten Sorte.

Menschlich mag das zwar verständlich sein, professionell ist es aber nicht. Vielleicht regt diese Erfahrung aber auch zur Selbstreflexion an? Zum Beispiel dann, wenn es wieder darum geht gemeinsam mit der „veröffentlichten Meinung“ gegen angebliche Privilegien der Beamten oder der Lehrer zu kampagnisieren und so eine Berufsgruppe mittels eben dieser „veröffentlichten Meinung“ medial ins Eck zu stellen.

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