Tirol: Keine italienische Verhältnisse auch in der Bildungspolitik?

In den letzten Tagen wird Günther Platter nicht müde, Land auf und Land ab vor italienischen Verhältnissen zu warnen, sollte er nicht auch nach der kommenden Landtagswahl Tiroler Landeshauptmann sein. Das verwundert doch ziemlich! Denn gerade mit dem Blick über den Brenner hatte er noch vor wenigen Wochen zum wiederholten Mal die Einführung der Gesamtschule gefordert.

Nun scheint sich also Platters Blick in Richtung Süden doch deutlich aufgehellt zu haben. Es bleibt zu hoffen, dass sich Tirol nicht nur die politische Führungslosigkeit von Italien erspart, sondern auch die italienische Gesamtschule, deren Erfolglosigkeit schon mehrfach von PISA und Co bestätigt wurde.

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Lehrerausbildung – ideologisches Stricken ohne Wolle!

Eines muss man Unterrichtsministerin Schmied schon lassen: Sie verfolgt ihr Endziel „Gesamtschule“ zwar mit eher bescheidenem Erfolg, dafür aber mit umso stärkerer Verbissenheit. Auch bei der nun paktierten Lehrerbildung NEU gilt für sie offenbar der alte sozialistische Grundsatz, Ideologie geht vor Logik und Nützlichkeit.   

Anders kann man den Streit darüber, ob Lehrer an Gymnasien auch weiterhin an Universitäten oder doch gemeinsam mit Lehrern an Haupt- bzw. Neuen Mittelschulen an Pädagogischen Hochschulen ausgebildet werden sollen, nicht deuten. Die fixe Ideologie „gemeinsame Lehrerausbildung bedeutet gemeinsame Schule“ ersetzt leider auch hier den gesunden Hausverstand!

Es ist wohl die unbestrittene Hauptaufgabe der Gymnasien, ihre Schüler über einen Zeitraum von acht Jahren zur Universitätsreife heranzuführen. Aber genau jene Lehrer, die diese Universitätsreife vermitteln sollen, hätten nach den Vorstellungen Schmieds in ihrer Ausbildung selbst nie eine Universität von innen gesehen! Das ist ideologisches Stricken – allerdings ohne Wolle!